Serie: Neueröffnung des Sammlungsbereichs „Kunst der Moderne“ und Abschluß der Sanierungsarbeiten im Gartenflügel des Frankfurter Städel, Teil 2

 

von Claudia Schulmerich

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Schon der Eintritt ins Entree zeigt, wie sinnvoll die Erweiterung des Städel für eine bessere Empfangssituation für Besucher genutzt wurde. Entscheiden aber ist, wie die neue Hängung, die im ersten Teil beschrieben wurde, wirkt. Wenn man die Treppen emporschreitet, sieht man oben dunkles Lila an den Wänden, und geht direkt auf den hellen Saal zu, auf dessen Stirnwand – wie gewohnt -. Tischbeins „Goethe in der römischen Campagna, 1787, hängt. Gott sei Dank.

Serie: Neueröffnung des Sammlungsbereichs „Kunst der Moderne“ und Abschluß der Sanierungsarbeiten im Städel Gartenflügel des Frankfurter Städel, Teil 1

 

von Elisabeth Römer

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Ab 17. November ist das Städel nach langen Umbau- und Neubauarbeiten endlich wieder für Besucher offen. Zumindest zum Teil. Die Neueröffnung des Gartenflügels mit der Präsentation „Kunst der Moderne (1800–1945)“ steht am Beginn von drei großen Sammlungseröffnungen des Städel Museums. Die Besucher erwartet bei der ersten Eröffnung neben den sanierten und neu gestalteten Museumsräumen des Gartenflügels sowie einem durch einen Museumsshop mit Buchhandlung und Café erweiterten Serviceangebot „eine völlig neu eingerichtete Sammlung der Moderne, die neben bekannten und beliebten Werken eine Reihe von wichtigen Neuzugängen und überraschenden Positionen zeigt“, so Max Hollein, Direktor des Städel Museums.

„Zwischentöne“. Die Sammlung Forberg in der Albertina Wien

 

von Claudia Schulmerich

 

Wien(Weltexpresso) – Nein, dieser Ausstellung in der Albertina wegen, muß man nicht von weither kommen, aber wenn man schon in Wien ist und die grandiose Schau „Magritte“ im selben Museum anschaut, dann lohnt es sich, nicht vorbeizugehen am Auf- oder Abgang im feudalen Treppenhaus, sondern sich diese Zwischentöne als Werke zwischen den Zeiten, der Zwischenkriegszeit insbesondere, zwischen groß und klein, zwischen Deutschland, Österreich und Frankreich, zwischen Leinwand, Bronze, Stein und Papier, zwischendurch anzuschauen, weil die Sammlung uns auch verdeutlicht, wie klug jemand sammelt, der nicht Schlösser und Riesenwände zur Hängung hat, sondern fein und klein versammelt, was ihm wert ist, eine Sammlung sozusagen mit Menschenmaß.

Curt Stenvert-Ausstellung im Belvedere in Wien

 

von Felicitas Schubert

                                                                                                            

Wien (Weltexpresso) – Mit dem Namen Curt Stenvert können nicht alle Besucher etwas anfangen, mit den ausgestellten Werken in der Orangerie im Unteren Belvedere schon. Und so sagt der eine: „Ach, schau mal, ein Arman!“ Aber es war gar keiner, wie er feststellt, sondern ein Objekt, das gesichert Curt Stenvert zugeschrieben wird. Gewitzt dadurch sagte er das nächste Mal:“Ach, schau mal, hier tut dieser Stenvert wieder so, als ob er Arman…“, aber dann ist es einer. Dasselbe erlebt man mit Spoerri. Mal sieht es wie ein Original aus, mal ist es einer. Was ist hier los?

„René Magritte. Das Lustprinzip“ in der Albertina in Wien

 

Von Claudia Schulmerich

 

Wien (Weltexpresso) – „Es ist nicht wichtig, ‚wie’ man malt, sondern ‚was’ man malt“, sagt Magritte an einer Ausstellungswand und straft sich Lügen. Halbe Lügen wenigstens. Denn so sehr das „Was“, seine Bildinhalte, den Betrachter irritieren, ist er doch erst das „Wie“, das dann den Schock, den heilsamen Schock vollends auslöst, Bilder nicht nur zu betrachten, sondern sich von ihnen auf eine Reise mitnehmen zu lassen, die assoziativ beginnt, aber neben der Schaulust wie automatisch den Kopf einschaltet und das Denken in Gang setzt.