Bildschirmfoto 2024 01 31 um 08.38.56Inlandgeheimdienst Shin Bet bittet Armee um sofortige Entlassung eines rekrutierten Siedlers

Tel Aviv (Weltexpresso) - 1998 kam es in Jerusalem zu einer Serie von Messerangriffen auf Palästinenser. Zwei wurden ermordet, mehrere verletzt. Der Hauptverdächtige damals war Chaim Pearlman, ein radikaler Siedler aus Tapuah und Anhänger des extremistischen Rabbiners Meir Kahane. Pearlman war schon damals ein enger Freund von Itamar Ben Gvir, der später die rechtsextreme Otzma Yehudit-Partei gründete und heute als Nationaler Sicherheitsminister fungiert.

10 am abgrund kampf um rohstoffeVon Aserbaidschan mutmaßlich bestochen: ARD beleuchtet die Hintergründe in einem Thementag am 6. März

Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Nach jahrelangen Ermittlungen aufgrund des Verdachts auf Korruption, hat die Generalstaatsanwaltschaft München Anklage gegen die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Axel E. Fischer (CDU) und Eduard Lintner (CSU) erhoben. Der Bundestag hatte im Vorfeld Durchsuchungsmaßnahmen in Büros und Privaträumen genehmigt. Die Beschuldigten sollen hohe Geldbeträge aus Aserbaidschan erhalten haben. Dafür sollen sie politische Interessen des autoritären Regimes vertreten und Menschenrechtsverletzungen gedeckt haben.

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DAS JÜDISCHE LOGBUCH  Ende Januar 

Yves Kugelmann

Hamburg-Berlin (Weltexpresso) -  «Aufstehen gegen rechts! Jetzt! Alle!» steht in Großbuchstaben auf einem grossen Panel an der Frontseite des Hamburger Schauspielhauses. «Haben Sie einen Groschen?» fragt der etwa 45-jährige großgewachsene Mann vor dem Eingang gegenüber dem Hauptbahnhof. Eine ältere Dame sagt lächelnd: «Das ist aber schon länger her, junger Mann» und zückt das Portemonnaie. Es ist viel Betrieb vor dem Bahnhof. Menschen laufen mit Postern in Richtung Kundgebung, andere kommen gerade zurück und berichten, wie diese wegen zu großen Zulaufs aufgelöst wurde. Tausende laufen vor den Rathaus und manifestieren vor dem imposanten Gebäude gegen die AfD.

geismarDaphne Geismar schreibt von ihrer Familie, die von den Nazis in Holland entrechtet wurde, Literatur zum Auschwitzgedenktag, 27. Januar, Teil 4

Claudia Schulmerich

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Dramatisch kann man die Vorgeschichte zu diesem, übrigens im DIN A 4 Format so schön ausgestalteten Buch nennen. Denn erst 64 Jahre nach dem Verstecken der Niederschriften von Erwin Geismar, kurz bevor er in Auschwitz vergast wurde, sind die Papiere entdeckt worden, die zusammen mit anderen Unterlagen der Familie De Zoete-Geismar die Grundlage dieses Buches sind. Gleich zu Beginn werden auf großformatigen Schwarz-Weiß Fotos die erzählenden Personen vorgestellt.

verdi Das Vermächtnis von Roman Herzog nicht verfälschen – Zum 27. Januar

Kurt Nelhiebel

Bremen (Weltexpresso) - Heute erlebe ich zum wiederholten Male, dass der Sinn des heutigen Gedenktages verfälscht wird, nicht in böser Absicht, sondern aus Schludrigkeit. Als Bundespräsident Roman Herzog 1996 den 27. Januar zum Gedenktag erklärte, nahm er zwar die Befreiung von Auschwitz durch die rote Armee zum äußeren Anlass, aber er spannte den Bogen viel weiter.