DeutschlandfunkwerfelAlma Mahler-Werfel: Femme fatale und unheilbare Antisemitin, Teil 7/9

Elvira Grözinger

Berlin (Weltexpresso) - Seit 1919 war Alma mit dem 11 Jahre jüngeren Werfel, der auch mit dem Prager Kreis verbunden war, liiert, aber nicht verheiratet. Die Hochzeit holten sie erst, auf sein Drängen hin, zehn Jahre später am 7. August 1929 nach. Sie fand seine sexuellen Vorlieben pervers und klagte, ganz im Geist des 19. Jahrhunderts, „Er hat sich sicher etwas zu Grunde gerichtet durch wahnsinniges Onanieren – bis er mich kennenlernte. Von seinem 10. Jahre an war es täglich bis zu drei Malen geschehen. Dadurch ist er auch vielfach müde und zerschlagen und seine Zellen sind morbid.“

alma 1933 manon hollnsteineAlma Mahler-Werfel: Femme fatale und unheilbare Antisemitin, Teil 8/9

Elvira Grözinger

Berlin (Weltexpresso) - Während ihrer Ehe mit Werfel begann 1932 das Liebesverhältnis der über 50jährigen Alma mit dem katholischen Geistlichen Johannes Hollnsteiner (1895-1971), der ganz nach ihrem Geschmack nationalistisch und antisemitisch war. Er trat während des Studiums in Erlangen für den Ausschluss der Juden aus der Deutschen Studentenschaft ein. Während des Austrofaschismus war er kein offener Gegner der Nationalsozialisten, aber eng mit Kanzler Schuschnigg verbunden, der aber dem Druck Hitlers nicht standhalten konnte und am 11. März 1938 zurücktrat.

PolikyPEN-Präsident Matthias Politycki am 13./14.1. zu politischen Gesprächen in Dresden

Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Aufgrund einer gemeinsamen Initiative der Gruppe Leipzig im PEN Deutschland und der Sächsischen Akademie der Künste besucht PEN-Präsident Matthias Politycki am 13. und 14. Januar 2026 Dresden. In Begleitung der Sprecher der Gruppe Leipzig wird er sich mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sowie dem Präsidenten des Sächsischen Landtages Alexander Dierks zu Gesprächen treffen.

alma leopoldmuseumAlma Mahler-Werfel: Femme fatale und unheilbare Antisemitin, Teil 5/9

Elvira Grözinger

Berlin (Weltexpresso) - Klimt, der viele „femme fatales“ seiner Zeit porträtierte, warb zwar auch um die junge Alma, vor die Leinwand bekam er jedoch das „schönste Mädchen Wiens“ jedoch nicht.1 Der Maler Kokoschka, wohl kein Jude und als Begründer des deutschen Expressionismus, weltberühmt geworden, wurde für die nächsten drei Jahre ihr Liebhaber.

Marko Martin c AnkeIlling grosswird am 22. Januar auf der Öffentliche Gedenkveranstaltung  der Werner-Schulz-Preis in Leipzig verliehen

Siegrid Püschel

Berlin / Leipzig (Weltexpresso) - Am 22. Januar 2026 vergibt die Werner-Schulz-Initiative e.V. zum zweiten Mal den Werner-Schulz-Preis in Gedenken an den Bürgerrechtler und Bundestags- und Europaabgeordneten Werner Schulz. Diesmal in Leipzig. Mit dieser Auszeichnung werden Personen gewürdigt und unterstützt, die in seinem Geist für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte wirken. 2026 wird der Publizist Marko Martin mit dem 7.500 Euro dotierten Preis geehrt.