Bauhaus KooperationAlma Mahler-Werfel: Femme fatale und unheilbare Antisemitin, Teil 6/

Elvira Grözinger

Berlin (Weltexpresso) - Als Gropius im Frühjahr 1913 Kokoschkas Doppelbildnis auf der Ausstellung der Berliner Secession sah, welches das Paar eng umschlungen und sich die Hände wie zu einer Verlobung reichend dargestellt sah, war er schockiert. Alma, seine Eifersucht kennend, hatte ihm in ihren Briefen das bereits über ein Jahr dauernde Verhältnis verheimlicht. Er hörte daraufhin auf, ihr zu schreiben.

DeutschlandfunkwerfelAlma Mahler-Werfel: Femme fatale und unheilbare Antisemitin, Teil 7/

Elvira Grözinger

Berlin (Weltexpresso) - Seit 1919 war Alma mit dem 11 Jahre jüngeren Werfel, der auch mit dem Prager Kreis verbunden war, liiert, aber nicht verheiratet. Die Hochzeit holten sie erst, auf sein Drängen hin, zehn Jahre später am 7. August 1929 nach. Sie fand seine sexuellen Vorlieben pervers und klagte, ganz im Geist des 19. Jahrhunderts, „Er hat sich sicher etwas zu Grunde gerichtet durch wahnsinniges Onanieren – bis er mich kennenlernte. Von seinem 10. Jahre an war es täglich bis zu drei Malen geschehen. Dadurch ist er auch vielfach müde und zerschlagen und seine Zellen sind morbid.“

alma leopoldmuseumAlma Mahler-Werfel: Femme fatale und unheilbare Antisemitin, Teil 5/

Elvira Grözinger

Berlin (Weltexpresso) - Klimt, der viele „femme fatales“ seiner Zeit porträtierte, warb zwar auch um die junge Alma, vor die Leinwand bekam er jedoch das „schönste Mädchen Wiens“ jedoch nicht.1 Der Maler Kokoschka, wohl kein Jude und als Begründer des deutschen Expressionismus, weltberühmt geworden, wurde für die nächsten drei Jahre ihr Liebhaber.

Alma Mahler-Werfel: Femme fatale und unheilbare Antisemitin, Teil 8/9

Elvira Grözinger

Berlin (Weltexpresso) - Während ihrer Ehe mit Werfel begann 1932 das Liebesverhältnis der über 50jährigen Alma mit dem katholischen Geistlichen Johannes Hollnsteiner (1895-1971), der ganz nach ihrem Geschmack nationalistisch und antisemitisch war. Er trat während des Studiums in Erlangen für den Ausschluss der Juden aus der Deutschen Studentenschaft ein. Während des Austrofaschismus war er kein offener Gegner der Nationalsozialisten, aber eng mit Kanzler Schuschnigg verbunden, der aber dem Druck Hitlers nicht standhalten konnte und am 11. März 1938 zurücktrat.

PolikyPEN-Präsident Matthias Politycki am 13./14.1. zu politischen Gesprächen in Dresden

Redaktion

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Aufgrund einer gemeinsamen Initiative der Gruppe Leipzig im PEN Deutschland und der Sächsischen Akademie der Künste besucht PEN-Präsident Matthias Politycki am 13. und 14. Januar 2026 Dresden. In Begleitung der Sprecher der Gruppe Leipzig wird er sich mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sowie dem Präsidenten des Sächsischen Landtages Alexander Dierks zu Gesprächen treffen.