aschbiszipFortsetzung des »Heimaten«-Zyklus auf dem Podcast-Kanal »Von Asch bis Zips«

Roswitha Cousin

Berlin (Weltexpresso) - Als junger Mann wollte Winfried Smaczny von der »alten Heimat« am liebsten nichts mehr hören. 1946 hatte er als Kleinkind mit seinen Eltern und den Geschwistern das Glatzer Land/Ziemia Kłodzka im heutigen Polen verlassen müssen. Der Neuanfang im Westen war schwer. Doch Winfried Smaczny machte aus der Not eine Tugend: Nicht eine einzige, unersetzliche Heimat wollte er haben – er lernte, sich immer wieder neue Heimaten zu schaffen. Er studierte, wohnte und arbeitete in unterschiedlichen Regionen Deutschlands, aber auch sieben Jahre lang in Den Haag und vier Jahre lang in Paris. Seine Tätigkeit als Lehrer und Schulleiter half ihm, überall Kontakte zu knüpfen und sich schnell zu Hause zu fühlen. Schlesien schien zeitweilig weit weg und ließ ihn doch nie ganz los.

Kelly001Kelly Heelton und Cris Gavazzoni präsentieren sich im Günes-Theater Frankfurt

Eva Mittmann

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Unausweichlich und mit voller Wucht kommt sie daher, die etwas „andere Seite der Weiblichkeit“. Ein grandios komödiantisches Team! Zunächst Kelly Heelton: „Geboren in Sao Paulo an einem sonnigen Septembertag“, wie man auf ihrer Internetpräsenz erfährt, habe ‚sie‘ schon mit 6 Jahren als Solist-in in einem Gospel Chor die Faszination der Bühne entdeckt. Samba, Salsa, Hip-Hop, Ballett, Jazzrhythmen, sowie Afrobeats und das Tanzen habe ihr ohnehin schon immer im Blut gelegen.

mathildenhoehe darmstadt.deKomitee nimmt Kulturdenkmal auf Welterbeliste

Felicitas Schubert

Wiesbaden/Darmstadt (Weltexpresso) - Das ist natürlich eine große Freude und auch völlig angemessen, daß die „Mathildenhöhe Darmstadt“ den UNESCO-Welterbe-Status nun wirklich erhalten hat. Das hat das Welterbekomitee der Kulturorganisation der Vereinten Nationen am gestrigen Samstag in seiner 44. Sitzung entschieden. Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, und der Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch, nahmen die Nachricht gemeinsam in Darmstadt entgegen.

 Ausstellungsansicht HIDDEN IN PLAIN SIGHT Weltkulturen Museum 2021 Foto Wolfgang Gunzel 5mit der Künstlerin Ema Tavola und Kuratorinnen der Ausstellung „Hidden in Plain Sight“ in Frankfurt

Roswitha Cousin

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Am Sonntag, 1. August, bietet das Weltkulturen Museum online das „Morgen-Abend-Gespräch“ mit der Künstlerin Ema Tavola und den Kuratorinnen der Ausstellung „Hidden in Plain Sight“ Julia Albrecht und Stephanie Endter. Das Gespräcg beginnt um 10 Uhr Frankfurter Ortszeit entsprechend 20 Uhr in Auckland (Neuseeland). Ema Tavola spricht über ihre Arbeit „Embodied Decolonisation“, die sie für die Labor-Ausstellung „Hidden in Plain Sight. Vom Unsichtbarmachen und Sichtbarwerden“ produziert hat. Tavola ist eine Fidschi-Pākehā-Künstlerin und Kuratorin, die in Süd-Auckland, Aotearoa Neuseeland, lebt.

Bildschirmfoto 2021 07 24 um 00.21.13Deutungen zum nackten weiblichen Körper in der Kunstgeschichte

Redaktion tachles

In jüngster Zeit erfasst auch die Archäologie die Ergebnisse des Feminismus. Denn warum sollen in dieser ehrwürdigen Wissenschaft über Jahrhunderte nicht ebenso viele Fehler aufgrund männlicher Perspektiven gemacht worden sein wie in vielen anderen Feldern? Wissenschaftlerinnen wie Rona Avissar Lewis, Ruth Schuster oder Rachel Hallote haben in ihren Publikationen darauf aufmerksam gemacht, dass die Betrachtung und Einordnung nackter weiblicher Figuren aus der Antike, die man auf Zypern, in Israel und anderen nahöstlichen Ländern gefunden hat, rein gar nichts mit dem Thema «Fruchtbarkeit» zu tun haben müssen, wie das nun über 50 Jahren lang gedeutet wurde.