faksilimieDas Herrenalber Gebetbuch von 1484

Mortimer Marstrand

Barcelona/ Bad Herrenalb (Weltexpresso) - In diesem Jahr feiert die Klosterstadt ihr 875-jähriges Jubiläum - Grund also, sich mit der Geschichte der Zisterzienser zu beschäftigen. Das ist nicht neu, denn bereits vor fünf Jahren wurde das Thema mit einem großen Medieninteresse in die Öffentlichkeit katapultiert. Grund dafür war das Herrenalber Gebetbuch und die Privatinitiative von Historikerin Sabine Zoller, der es mit großem Engagement und einer aufwändigen Spendenaktion gelungen ist - in knapp sechs Monaten - 5.000 Euro für den Kauf des Gebetbuches zu sammeln, um die wertvolle Faksimile Ausgabe als eine der limitierten Faksimileausgaben für die Stadt Bad Herrenalb zu erwerben.

markarisPetros Markaris wird beim neuen Fall für Kostas Charitos Zeithistoriker

Claudia Schulmerich

Frankfurt am Main (Weltexpresso – Nein, man muß nicht jeden der Kostas Charitos Krimis lesen, die Petros Markaris seit 1995 in nicht nachlassender Energie und mit politischem Hintergrund herausbringt, aber diesen, wohl der fünfzehnte, den er 2021 schrieb, der sollte es auf jeden Fall sein und uns geht es so, daß wir mitten beim Lesen von anderen Krimis auf einmal merken, Petros Markaris ist eigentlich wieder mal dran und mit ihm sein Kostas Charitos, ein so pflichterfüllter wie familienfreundlicher Kommissar, der als Icherzähler uns an allem teilhaben läßt, auch an seinen umfangreichen Mahlzeiten, die nicht nur Ehefrau zubereitet, sondern diesmal auch der alte Freund Lambros Sissi, der als Alt-Linker ein Obdachlosenheim führt, das unter den Corona Einschränkungen besonders leidet.

weltfluchtWas der Berliner Verlag Matthes & Seitz dazu zu sagen hat 

Redaktion

Berlin (Weltexpresso) - »Schlussfolgerung: Es gab einmal einen Roman, der zum Träumen und Glauben einlud, dreidimensional, sich selbst genug und von innen erleuchtet, ein Roman, der einer Sache Vorschub leistete, die man ›Weltflucht‹ nennen konnte.«

totenPolitthriller von David Lagercrantz mit seinen Ermittlern Hans Rekke und Micaela Vargas

Claudia Schulmerich

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Am unwichtigsten ist sicher, daß man bei der jungen Ermittlerin Micaela Vargas sofort an Fred Vargas denken muß, die französische Archäologin und Autorin der interessantesten Kriminalromane, deren letzter Fall 2017 erschien, aber deren Kommissar Adamsberg endlich am 8. Mai 2024 auf Deutsch einen neuen Fall aufklärt.
Aber das ist unfair, David Lagercrantz gleich mit der Hochkunst des Krimis zu kommen. Er ist ein ganz anderer, durchaus interessanter Fall. Denn der 1962 Geborene war schon ein in Schweden bekannter Autor, als ihn die Familie Stieg Larssons (1954-2004) - der über Nacht mit drei Bänden seiner Milleniumsreihe, die auf zehn Bände skizziert war, weltberühmt wurde und plötzlich starb - bat, die Reihe mit den Skizzen Larssons weiterzuschreiben, was er durchaus mit Erfolg erst einmal drei Mal tat.

M0325707266X largezeigt Joachim B. Schmidt in KALMANN UN DER SCHLAFENDE BERG

Claudia Schulmerich

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Wie man diesen Roman liest ohne seinen Vorgänger KALMANN? Das kann man, hat man gelesen, nicht mehr überprüfen, aber man kann die Verzauberung, die dem Autor mit seinem jugendlichen Helden mit dem eingeschränkten Verstand, der ihn gleichzeitig zu einem besonders fühlenden Menschen macht und auch zum Sheriff von Raufarhöfn, der gelernt hat, bei Schwierigkeiten rückwärts zu zählen, was erfolgreich ist, erneut erleben.