ChronosKinopremiere des Dokumentarfilms von Volker Koepp, 7. März in Berlin

Redaktion

Berlin (Weltexpresso - Auf den Spuren der Gedichte von Johannes Bobrowski drehte Volker Koepp 1972 seinen ersten Film im historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, der in der Spätantike »Sarmatien« genannt wurde. Eine Welt, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum sowjetischen Imperium gehörte. Später entstand in dieser Gegend mit Kalte Heimat (1994), Herr Zwilling und Frau Zuckermann (1998) oder In Sarmatien (2013) ein ganzer Zyklus von Filmen des Regisseurs.

Bildschirmfoto 2026 02 21 um 01.17.31In einem offenen Brief haben mehrere Filmschaffende der Berlinale mangelnde Positionierung zum Gaza-Krieg vorgeworfen

Redaktion tachles

Berlin(Weltexpresso) - Das Branchenblatt «Variety» veröffentlichte das Schreiben am Dienstagabend.   Unterschrieben wurde es demnach von etwa 80 Künstlern, darunter dem Schauspieler Javier Bardem, der Künstlerin Nan Goldin und der Schauspielerin Tilda Swinton, die im vergangenen Jahr den Goldenen Ehrenbären der Berlinale erhalten hatte. Sie seien entsetzt über das «institutionelle Schweigen der Berlinale zum Völkermord an den Palästinensern», heißt es in dem Schreiben. Zu Gräueltaten im Iran und in der Ukraine habe sich das Festival dagegen klar positioniert.

josephineDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Wettbewerb Teil 23

Claudia Schulmerich


Berlin (Weltexpresso) - Es ist eine schwierige Situationen, in die uns JOSEPHINE führt, mit verschiedenen menschlichen Akteuren, die eigentlich immer nur alles falsch machen können. Denn wie geht man damit um, wenn eine 8jährige im Park eine Vergewaltigung mitbekommt, die sie stumm verfolgt, dann immer noch stumm hinter dem Baum hervorkommt, für Täter und Opfer sichtbar, so dass der Mann sich schnell erhebt, seine Hose anzieht und flieht. Sie war beim frühmorgendlichen Jogging im Wald einen anderen Weg als der Vater gelaufen. Der findet sie endlich, erkennt die Situation und den weglaufenden Täter, dem er hinterhersprintet, ihn aber nicht erreicht, doch sinnvollerweise die Polizei ruft.

yoDie 76. Berlinale vom 12. bis 22. Februar 2026, Wettbewerb Teil 22


Claudia Schulmerich


Berlin (Weltexpresso) - Dieser Film setzt zur Frage: Spiel- oder Dokumentarfilm noch eins drauf! Ging es bei Al, dem Wiener Bluesliebhaber noch darum, dass der entsprechende Film seine Person voll übernahm (Doku), aber sein Leben als Filmleben veränderte (Fiktion), so wird nun mit Yo, eine mit 87 Jahren verstorbene Frau vorgestellt, von der die US-Filmemacher Anna Fitch und Banker White über 16 Jahre immer wieder Filmaufnahmen gemacht hatten, die sie nun in einen 78minütigen Film konzentrieren mußten. Absicht war nicht, das Leben von Yo oder sie als Person wahrheitsgetreu darzustellen (was sowieso nicht geht), sondern mit der Auswahl aus dem reichhaltigen Material stellt insbesondere die Freundin Anna Fitch uns ihr Bild von Yolanda Shea vor Augen, wie sie sie sieht oder auch, wer sie durch ihre Augen war.

Anne Frank HusStreik gegen Besatzungsterror und Judenverfolgung

FIR

Berlin (Weltexpresso) - Wenn wir in diesem Jahr erneut an den Werftarbeiterstreik in Amsterdam im Februar 1941 erinnern, dann tun wir es auch im Wissen, dass in mehreren vom Faschismus okkupierten Ländern Arbeiter mit Streikaktionen dem NS-Regime und der Kriegspolitik entgegengetreten sind. Bekannt sind Streikaktionen in Griechenland und der Bergarbeiter in Lothringen, die mit der Verhinderung der Kohlelieferungen die deutsche Rüstungsproduktion massiv behinderten. Solche Beispiele finden sich auch in anderen okkupierten Ländern.