zuruck ausstell Renner1„ZURÜCK INS LICHT. Vier Künstlerinnen – Ihr Werke, Ihre Wege“ im Jüdischen Museum Frankfurt bis 17. April 2023, Teil 4

Corinne Elsesser

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Einen Bezug zur Gegenwart stellt die Videoinstallation von Elianna Renner her. 1970 in der Schweiz geboren, studierte Renner in Bremen, Genf und Auckland und lebt heute in Deutschland und Israel. In ihrer dreiteiligen Installation "re per toire" setzt sie sich mit zwei in der Ausstellung "Zurück ins Licht" gezeigten Künstlerinnen auseinander, deren Biographien immer wieder Leerstellen aufweisen.

Bildschirmfoto 2022 12 24 um 00.30.37
im  Frankfurter Institut für Stadtgeschichte

Helga Faber

Frankfurt am Main (Weltexpresso) - Es gibt einiges in Frankfurt, was einen so hohen kulturellen Wert hat oder auch einfach ein phantastischen Angebot für die Bewohner der Stadt hat, was der 'normale' Frankfurter gar nicht weiß oder einfach nicht beachtet. Die Wandgemälde von Jörg Ratgeb gehören zu dem Schönsten, was man über diese spätmittelalterliche Malerei sagen kann und mit dem besonderen Angebot ist schlicht das Kino des Filmmuseums gemeint, daß jeden Tag in verschiedenen Reihen, von alten Stummfilmen, bis zu gegenwärtigen Filmen, die sogar oft mit den Besuchen der Regisseure oder Schauspieler einhergeht. Welche Stadt hat ein solches Angebot, ein Deutsches Filminstitut und Filmmuseum zu haben. Jetzt aber zu Ratgeb.

alle vier„ZURÜCK INS LICHT. Vier Künstlerinnen – Ihr Werke, Ihre Wege“ im Jüdischen Museum Frankfurt bis 17. April 2023, Teil 2

Claudia Schulmerich

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Man glaubt es nicht, wenn man die Lebensdaten dieser vier, von denen drei Frankfurterinnen sind und eine aus Hessen zuzog, anschaut, ihre Lebenswege verfolgt, ihre Kunstwerke betrachtet, daß man noch nie von ihnen gehört hat, obwohl man Zeit seines Lebens hier ansässig und Zeit seines Lebens sich mit Kunst und gerade auch mit Künstlerinnen beschäftigt hat. Was man schon überhaupt nicht versteht, ist, daß eine von ihnen, Ruth Chan, als einzige nach Frankfurt zurückkehrte, 1961, aber dies damals keine Bedeutung hatte und auch die Jüdische Gemeinde nichts über ihre Rückkehr zu sagen weiß.

ruth cahn frauenportrait 2„ZURÜCK INS LICHT. Vier Künstlerinnen – Ihr Werke, Ihre Wege“ im Jüdischen Museum Frankfurt bis 17. April 2023, Teil 3

Corinne Elsesser

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Die zweite in der Ausstellung "zurück ins Licht" geführte Künstlerin ist Ruth Cahn. Sie konnte, wie auch Erna Pinner, Deutschland 1935 noch rechtzeitig verlassen und floh mit ihrem jüngeren Bruder Arthur nach Santiago de Chile.

mirjam„Vier Künstlerinnen – Ihr Werke, Ihre Wege“ im Jüdischen Museum Frankfurt bis 17. April 2023, Teil 1

Claudia Schulmerich

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Ob das Absicht ist, daß nicht von jüdischen Künstlerinnen im Ausstellungstitel die Rede ist? Ob es langt, sie dadurch, daß sie im geräumigen und gut bespielbaren Untergeschoß in diesem neuen Bau gezeigt werden, als Jüdinnen zu kennzeichnen, statt nur als deutsche, als hessische, ja Frankfurter Künstlerinnen, was sie ja waren. Daß wir das heute tun müssen, sie als Jüdinnen mit zu denken, hat nicht mit ihrer Kunst und auch nicht mit ihren Wesen, sondern allein mit den Verbrechen der Nazis zu tun, denn zwei der vier wurden von ihnen ermordet.