Serie: Maler des russischen Realismus in den Kunstsammlungen Chemnitz, Teil 3/3

 

Claudia Schulmerich

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) –Höhepunkt ist dann der Schluß. Der große Saal mit den Bildern von Ilja Repin und wenig anderen. Das ist nicht nur große europäische Malerei, das ist auch eine kulturgeschichtliche Lektion. Sieht man AUF DER DATSCHA DER AKADEMIE von 1898 nimmt man einmal die privilegierte Position der Malerausbildung unter den Sonnenschirmen in freier Natur war, sieht gleichzeitig aber auch die impressionistische Manier, in der Repin - seit 1894 Professor an der Petersburger Akademie der Künste und ein innovativer Lehrer – die Szene malte.

Serie: Maler des russischen Realismus in den Kunstsammlungen Chemnitz, Teil 2/3

 

Claudia Schulmerich

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) –Dann gibt es Bilder aus dem Alltag der Bürger, wie von Wassili Bakschejew DIE PROSA DES ALLTAGS von 1892/93, wo die Einflüsse französischer Malerei deutlich werden. Es sind Genrebilder wie ABRECHNUNG von 1890 von Iwan Bogdanow, wo ein rotbärtiger Bauer um seinen Lohn bittet, derweil die Madame am Tisch thront, mit Samowar und Ehegatten in einer Stube, die so behaglich erscheint, weil sie mit vielen Gegenständen geschmückt Ausdruck ihrer Bewohner ist. Tatsächlich mutet einem manches niederländisch an, wie auch das durch Vorhänge verborgene Ehebett auf der rechten Seite. Der Gehalt des Bildes aber ist knallhart, wenn man die Hand des Geschäftsmanns am Rechenbrett sieht, was auf nichts Gutes für den Bauer deutet, der hilflos mit gestreckten Händen auf Geld wartet.

 

 

Serie: ÄGYPTENS SCHÄTZE ENTDECKEN. Meisterwerke aus dem ägyptischen Museum Turin im Historischen Museum der Pfalz Speyer, Teil 1/4

 

Claudia Schulmerich

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Wie gut, daß Museen manchmal renoviert werden müssen. Und wie außerordentlich gut, daß das Ägyptische Museum von Turin generalüberholt werden mußte und mehr als 300 besonders hochwertige Originale in die Pfalz kamen, wo sie mit der noch laufenden TUTANCHAMUN-Ausstellung in Frankfurt, die ja keine von Originalen, aber eine sinnvolle Wissensausstellung ist, einen ägyptischen Schwerpunkt an Rhein und Main bildet, der es in sich hat.

Serie: Maler des russischen Realismus in den Kunstsammlungen Chemnitz, Teil 1/3

 

Claudia Schulmerich

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Da geht einem das Herz auf, wenn man die Kunstsammlungen am Theaterplatz betritt: gemütlich sitzen die Leute beim Kaffee, blättern die ausgelegten Kataloge durch und verraten einem noch, daß sie sowohl vorher wie auch nachher hier sitzen, denn der Ausstellungsbesuch dazwischen bringt so viele Fragen, die sie gerne mit anderen austauschen oder sich festlesen. Erst recht bei dieser so ungewöhnlichen wie interessanten Ausstellung, die den fortschrittlichen Malern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gilt, die ihr Zentrum in Sankt Petersburg hatten.

Schon heute über 78.000 begeisterte Besucher in  EDVARD MUCH UND DER MODERNE BLICK  in der Schirn-Frankfurt, die die Ausstellung bis zum 28. Mai verlängert

 

 

Helga Faber

 

Frankfurt am Main (Weltexpresso) – Das mit Frankfurt und Paris hat schlicht damit zu tun, daß die Ausstellung vom Centre Pompidou konzipiert wurde – konkret von deren Kuratorin für das 19. Jahrhundert, der Deutschen Angela Lampe - und dort zu rekordträchtigen Besucherzahlen von fast einer halben Million führte.